Im Kölner Stadtteil Sülz wird das historische Wasserschloss Weißhaus in dieser Woche erneut für die Öffentlichkeit zugänglich: Das Areal, das sonst nur selten besichtigt werden kann, ist Schauplatz der Designausstellung „Designers Towers“. Die Schau wird am Montag, 26. Oktober 2026, eröffnet und läuft bis Samstag.
Kollektion über Schloss und Park verteilt
Gezeigt werden nach Angaben der Veranstalter insgesamt 130 Exponate von 27 Designerinnen und Designern. Die Präsentation erstreckt sich über drei Schauorte: das Schloss selbst, den Park und das frühere Poolhaus, das sich im Rohbau befindet und früher neben Schwimmbad und Sauna auch einen Sportraum beherbergte. Dort präsentiert sich unter anderem die Kölner Designerin Elisabeth Seidel mit ungewöhnlichen Lichtobjekten, die durch einen Prozess aus 3D-Druck und Salzkristallisation entstehen.
- Ort: Wasserschloss Weißhaus, Sülz (Schloss, Park, Poolhaus)
- Ausstellungsstücke: 130 Exponate von 27 Gestaltern
- Laufzeit: Eröffnung am 26. Oktober 2026, endet am Samstag
Kurator Christian Heufelder erklärte, die Nachfrage sei sehr groß; die verfügbaren Timeslots seien bereits weitgehend vergeben. In einem Zitat sagte Heufelder:
„Die Nachfrage bei den Besuchern war riesengroß. Die Timeslots sind bereits komplett ausgebucht, wir planen aber noch ein kleines, weiteres Kontingent an Zeitfenstern anzubieten.“ — Christian Heufelder, Kurator
Historischer Rahmen
Das Weißhaus selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die Wurzeln reichen bis ins 14. Jahrhundert, das heutige Wasserschloss mit seinem Park entstand im 17. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umfangreich umgebaut; die neugotische Kapelle ergänzt das Ensemble. Nach der Säkularisation wechselte das Anwesen mehrfach den Eigentümer, zuletzt war es bis 2019 im Besitz des Unternehmers Heinrich Wolf, bevor es an private Eigentümer weitergegeben wurde. Öffentlich zugänglich ist das Anwesen nur selten; bereits eine Kunstausstellung im Vorjahr hatte großen Andrang verzeichnet.
Die Ausstellung bietet Einblicke in zeitgenössisches Möbeldesign und experimentelle Objektarbeiten und knüpft damit an eine jüngere Entwicklung an, das Weißhaus temporär als Schauort zu nutzen. Besucherinnen und Besucher müssen mit vorher gebuchten Zeitfenstern rechnen; die Kuratoren kündigten an, kurzfristig zusätzliche Slots bereitzustellen, um dem großen Interesse Rechnung zu tragen.