Der Rhein‑Erft‑Kreis und das Regionalforstamt wollen den Schutz und die Wiederbewaldung des Königsdorfer Forstes mit einem neuen Beteiligungsprojekt ausweiten: Geplant ist eine Wildniswerkstatt südlich des Wanderparkplatzes Dansweiler, in der Kinder und Jugendliche aktiv Bäume pflanzen und pflegen sollen. Träger und Forstamt sehen darin zugleich ein Angebot zur Umweltbildung und zur Sensibilisierung für die Schutzwürdigkeit des Gebiets.
Ziel: Aufforstung und Patenschaften
In der Werkstatt sollen Schülerinnen und Schüler sowie Kinder aus Kindertagesstätten und freien Trägern unter Anleitung von Mitarbeitenden des Regionalforstamtes und des Rhein‑Erft‑Kreises tätig werden. Die jungen Paten übernehmen demnach nicht nur das Pflanzen, sondern auch die fortlaufende Pflege: Dazu zählt das Freihalten der Setzlinge von unerwünschtem Bewuchs und der Schutz gegen Wildverbiss.
- Standort: südlich des Wanderparkplatzes Dansweiler (Königsdorfer Wald)
- Zielgruppe: Kindertagesstätten, Schulen, Einrichtungen der freien Jugendhilfe
- Aufgaben: Pflanzen von Bäumen, Errichten von Holz‑Hordengattern, regelmäßige Pflege und Kontrolle
- Begleitung: Mitarbeitende des Regionalforstamtes und des Rhein‑Erft‑Kreises
Die Kreisverwaltung nennt als einen Anlass, dass der vorgesehene Bereich in der Vergangenheit erheblichen Beeinträchtigungen ausgesetzt gewesen sei. Nördlich des Parkplatzes, im Bereich einer historischen Quarzsandgrube, habe es wiederholt unerlaubte Nutzungen gegeben; dort sei das Gelände u. a. für illegales Mountainbiking verwendet worden.
Vorbereitungen und weitere Schritte
In den kommenden Wochen wollen die Verantwortlichen aktiv auf Schulen und andere Einrichtungen zugehen, um für Patenschaften zu werben. Parallel sollen Vorbereitungen für die eigentliche Aufforstung und Unterpflanzung des Waldes beginnen. Für den Schutz der jungen Bäume sind Hordengatter aus Holz geplant, die Wildverbiss verhindern sollen.
| Schritt | Geplanter Zeitraum |
|---|---|
| Anwerbung von Paten (Schulen, Kitas, Jugendhilfe) | In den kommenden Wochen |
| Vorbereitungen für Aufforstung und Unterpflanzung | Parallel zur Anwerbung |
Der Kreisverwaltung zufolge soll die Wildniswerkstatt nicht nur die Wiederherstellung des Waldes unterstützen, sondern auch junge Menschen über die Schutzwürdigkeit naturnaher Gebiete und die Folgen von Fehlverhalten informieren. Langfristig ist vorgesehen, dass der Wald sich wieder natürlicher entwickelt, nachdem die Maßnahmen zum Schutz und zur Erstbewaldung erfolgt sind.
Das Projekt verbindet damit naturschutzfachliche Ziele mit einem Bildungsansatz: Durch die praktische Einbindung von Kindern und Jugendlichen erhoffen sich die Behörden eine nachhaltige lokale Verankerung des Waldschutzes und eine Prävention gegen unerlaubte Nutzungen.