Die Galerie Petra Seiser aus Schörfling wird vom 5. bis 8. November auf der Art Cologne vertreten sein und im Sektor Neumarkt das Projekt „Salon Ex Libris“ der Künstlerin Elisabeth Penker präsentieren. Ergänzt wird der Stand durch Arbeiten von Günter Brus, Cora Pongracz, Tamuna Sirbiladze und Elisabeth Bakambamba Tambwe.
Ausgangspunkt: Ein literarischer Salon und Kölner Bestände
Penkers Projekt setzt sich mit der Geschichte der Schwestern Elise und Helene Richter auseinander. Ihre Wohnung in Wien war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Treffpunkt für ein Netzwerk aus Wissenschaftlern, Schriftstellern, Theaterleuten und Aktivistinnen der Frauenbewegung. Ein Teil der Bibliothek der Schwestern befindet sich heute in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln – dieses konkrete Archivgut bildet den thematischen Bezugspunkt für Salon Ex Libris.
Programm und beteiligte Künstlerinnen und Künstler
- Elisabeth Penker: Projekt „Salon Ex Libris“ (interdisziplinäres Konzept, Verknüpfung von Literatur, Performance und Bildender Kunst)
- Günter Brus: Arbeiten, die seine Auseinandersetzung mit Sprache und Literatur reflektieren
- Cora Pongracz: Fotografien zur Wiener Kunst‑ und Literaturszene der 1960er/1970er Jahre
- Tamuna Sirbiladze: ergänzende Arbeiten
- Elisabeth Bakambamba Tambwe: Werke der 2026 mit dem Österreichischen Kunstpreis (Medienkunst) ausgezeichneten Künstlerin
Die Zusammenstellung verbindet historische Spurensuche mit zeitgenössischen Positionen und zieht damit einen Bogen von frühen Salon‑ und Netzwerkformen zur Gegenwart. Die Präsentation im Neumarkt‑Sektor der Art Cologne positioniert das Projekt ausdrücklich innerhalb des Markt‑ und Diskursbereichs, in dem Galerien neue thematische Formate zeigen.
Termine und Kontext
Die Art Cologne findet in diesem Jahr vom 5. bis 8. November statt; die Galerie Petra Seiser ist im Bereich Neumarkt vertreten. Die Erwähnung der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek unterstreicht den lokalen Bezug des Projekts, da ein Teil der historischen Bestände der Richter‑Schwestern in Köln bewahrt wird.
Die Präsentation ist Teil des Programmangebots der Messe, das neben Marktinteressen auch den Austausch zwischen historischen Referenzen und zeitgenössischer künstlerischer Praxis sucht. Die Beteiligung der Galerie Petra Seiser bringt ein transnationales Erzählelement nach Köln und verweist zugleich auf die Relevanz lokaler Bibliotheksbestände für internationale Ausstellungsprojekte.