Der 1. FC Köln geht mit erhöhtem Ergebnisdruck in das DFB‑Pokalspiel gegen Union Berlin am Dienstag, 20.45 Uhr. Auf der Pressekonferenz am Montag äußerte sich Trainer René Wagner offen zu den Reaktionen aus der Kurve nach dem 0:0 gegen den FC Schalke 04 und zur Personalie Ragnar Ache.
Pfiffe und öffentliche Kritik
Wagner räumte ein, dass ihn die Pfiffe im Stadion und die nach dem Spiel geäußerten „Wagner raus“-Rufe nicht unberührt gelassen hätten. Er sagte, die Situation habe ihn „persönlich getroffen“ und betonte gleichzeitig, dass der Alltag im Klub weitergehen müsse: Arbeit und Vorbereitung stünden im Vordergrund.
„Direkt nach dem Spiel und auch am Tag danach hat es einen natürlich schon persönlich getroffen. Ich bin jetzt lang genug im Verein, das sind natürlich Momente, in denen man persönlich getroffen ist, weil es nicht einfach ist. Aber wir müssen damit umgehen und am Ende geht es darum, dass wir jeden Tag unsere Arbeit machen.“ — René Wagner, 1. FC Köln
Wagner verteidigte zugleich die Einsatzbereitschaft seiner Spieler: Er betonte, die Mannschaft habe alles gegeben, im letzten Drittel aber nicht die notwendige Durchschlagskraft entwickelt. Die Frage, wie Klub und Team mit der Unzufriedenheit der Anhänger umgehen, beantwortete der Trainer mit dem Hinweis auf tägliche Arbeit und Vorbereitung.
Personalsituation vor dem Pokalspiel
Bei der personellen Lage nannte Wagner Fortschritte von Angreifer Ragnar Ache, der nach einer Muskelverletzung wieder im Aufbautraining sei und für das Pokalspiel gegen Union Berlin womöglich Minuten erhalten könne. Zur Einordnung sagte der Cheftrainer:
„Wir entscheiden morgen früh, ob er schon im Kader sein kann. Ziel ist aber das Auswärtsspiel am Sonntag in Berlin.“ — René Wagner, 1. FC Köln
Gleichzeitig schränkte Wagner ein, dass es angesichts der anstehenden Englischen Woche voraussichtlich Veränderungen in der Startelf geben werde, ohne von einer großen Rotation zu sprechen. Er erläuterte: „Es wird keine riesige Rotation, aber es wird mit Sicherheit Veränderungen geben. Wie viele, das wird man dann morgen sehen.“
- Letztes Ligaspiel: 0:0 gegen FC Schalke 04 (Samstag)
- Ausgangslage: Druck auf Trainer und Mannschaft nach ausbaufähiger Offensivleistung
- Verletzung: Ragnar Ache mit Muskelverletzung auf dem Weg zurück; Rückkehr in den Kader möglich
Blick auf den Pokalabend
Der 1. FC Köln empfängt Union Berlin am Dienstagabend im RheinEnergieSTADION (Anstoß 20.45 Uhr). Wagner deutete an, dass er den Kader im Hinblick auf das anschließende Auswärtsspiel in Berlin am Sonntag auswählen werde. Konkrete Personalentscheidungen kündigte er für die Spieltagsansprache an; die definitive Kaderliste wollte der Trainer erst am Morgen vor dem Spiel festlegen.
| Wettbewerb | Heim | Gegner | Anstoß |
|---|---|---|---|
| DFB‑Pokal, 2. Runde | 1. FC Köln (RheinEnergieSTADION) | 1. FC Union Berlin | Dienstag, 20.45 Uhr |
Die Pressekonferenz machte deutlich, dass Wagner die Belastung durch die öffentliche Kritik registriert, zugleich aber an der täglichen Arbeit und an sportlichen Lösungen festhält. Ob die angekündigten Veränderungen frische Impulse bringen, wird sich am Dienstagabend zeigen.