Der Kölner Logistikimmobilienmarkt hat im Jahresverlauf 2026 deutlich an Dynamik gewonnen: Nach den ersten neun Monaten verzeichnet die Domstadt einen Flächenumsatz von rund 292.000 Quadratmetern und liegt damit vor der Marktregion Düsseldorf, die auf 244.900 Quadratmeter kommt. Das geht aus den aktuellen Marktdaten von Colliers hervor, die jeweils die Kernstädte und ihr Umland berücksichtigen.
Wachstum und Struktur
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weist Köln ein deutliches Plus aus: Der Flächenumsatz stieg laut Colliers gegenüber den ersten neun Monaten 2025 um 101 Prozent. Die Düsseldorfer Marktregion legte ebenfalls zu, allerdings moderater um 15 Prozent. Colliers wertet die Entwicklung als „Verschiebung des Kräfteverhältnisses“ im rheinischen Markt, nachdem Düsseldorf in den Gesamtjahren 2023 bis 2025 durchweg ahead lag.
- Flächenumsatz (erste neun Monate 2026): Köln: 292.000 m²; Düsseldorf: 244.900 m².
- Wachstum zum Vorjahreszeitraum: Köln: +101 Prozent; Düsseldorf: +15 Prozent.
- Anteil asiatischer Nutzer in Köln: 38 Prozent des Flächenumsatzes.
Besonders auffällig ist der Anteil asiatischer Logistik- und E‑Commerce-Unternehmen an den Abschlüssen in der Kölner Region: 38 Prozent des Flächenumsatzes entfielen demnach auf asiatische Nutzer — der höchste Wert unter den acht größten deutschen Logistikregionen in der Colliers-Auswertung. Zu den größten Einzelabschlüssen zählte demnach der Abschluss von Goodcang Logistics über 34.700 Quadratmeter in Köln sowie weitere 20.000 Quadratmeter in Kerpen.
Investment und Mieten
Trotz des Vorzugs beim Flächenumsatz bleibt Düsseldorf bei wichtigen Kennziffern vorn: Die Landeshauptstadt erzielte nach Colliers-Angaben höhere Spitzenmieten und ein größeres Investmentvolumen in Logistikimmobilien als Köln. Colliers betont, dass beide Marktregionen 2026 Rekordergebnisse nach neun Monaten erreichten und damit das Niveau der Boomjahre während der Coronapandemie übertrafen.
Die Colliers-Daten zeigen damit eine differenzierte Situation: Köln gewinnt Flächenumsatz, Düsseldorf bleibt kapitalstärker und erzielt bessere Mietspitzen. Wesentliche Impulse beider Märkte kamen laut Colliers von internationalen Nutzern, insbesondere aus Asien.