Die Kölner Philharmonie bringt mit dem neuen Festival „In Motion“ klassische Musik und zeitgenössischen Tanz auf eine gemeinsame Bühne. Das Programm erstreckt sich über vier intensive Tage und versteht sich als Versuch, die gegenseitige Verstärkung von Klang und Bewegung zu zeigen: Barock trifft Hip‑Hop, Vivaldi begegnet Breakdance, und der Abschluss ist als klassisch inspirierte „Disco“ angekündigt.
Konzept und erste Programmpunkte
Das Festival lädt hochkarätige Formationen ein, ihre Konzerte choreografisch zu erweitern und Musik sowie Tanz in einer eng verflochtenen Präsentationsform zu zeigen. Ein zentraler Ansatz ist, den Aufführungen nicht nur Begleitbewegung hinzuzufügen, sondern Musik und Tanz als gleichberechtigte, sich wechselseitig intensivierende Elemente zu inszenieren.
- Am 28. Oktober kommt eine zeitgenössische Neuinterpretation von Jean‑Philippe Rameau nach Köln: Die Produktion, die 2019 in der Pariser Opéra Bastille mit urbanen Straßentänzen wie K.R.U.M.P. und Hip‑Hop verbunden wurde, tritt als choreografiertes Konzert in der Philharmonie auf.
- Am 29. Oktober arbeitet das Scottish Ensemble mit dem schwedischen Tänzer und Choreografen Örjan Andersson: Streicherwerke von Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowsky werden von Andersson und seinem Ensemble in Bewegung umgesetzt.
- Weitere Programmpunkte verbinden Barock, Klassik und zeitgenössische Tanzformen bis hin zu Breakdance‑Elementen und einem abschließenden klassischen „Disco“‑Finale.
Historischer Hintergrund des Ansatzes
Die Verbindung von Tanz und Musik hat historische Wurzeln: In der Barockoper ist der Tanz bereits zentrales Gestaltungselement, wie die Werke Rameaus demonstrieren. Das Festival greift diese Tradition auf und erweitert sie durch Gegenwartsformen, in denen urbaner Tanz und elektronische wie akustische Klangästhetiken aufeinandertreffen.
Die Veranstalter betonen, dass die Stücke nicht nur nebeneinander stehen, sondern in choreografisch durchdachten Formaten gezeigt werden sollen, in denen Bewegung als visibles Echo der Musik wirkt und umgekehrt Akustik die Gestik der Tänzerinnen und Tänzer formt.
Format und Zielsetzung
„In Motion“ will die Wahrnehmung für die Wechselbeziehungen zwischen beiden Künsten schärfen und Publikumserfahrungen schaffen, in denen Hören und Sehen gleichberechtigt sind. Die Kölner Philharmonie setzt damit einen Schwerpunkt auf interdisziplinäre Programme, die traditionelle Konzertformen öffnen und neue Präsentationsweisen erproben.
Das Festival ist als mehrtägige Reihe angelegt; konkrete Termine einzelner Konzerte sind, soweit vom Veranstalter veröffentlicht, die Auftritte am 28. und 29. Oktober.
Weitere Angaben zu Spielplan, Beteiligten und Kartenverkauf wurden von der Philharmonie beziehungsweise den beteiligten Ensembles angekündigt; nähere Detailinformationen sind über die offiziellen Kanäle der Kölner Philharmonie erhältlich.