Das Festkomitee Kölner Karneval hat das Sessionsmotto für 2027 vorgestellt: „Morje es, wat do drus mähs!“. Begleitet wird die Initiative von einem eigens gestalteten Mottoschal, den Kostümhaus Deiters in einer Auflage von 50.000 Exemplaren produziert hat. Nach einer Session, die dem Ehrenamt gewidmet war, richtet das Festkomitee den Blick nun auf Beteiligung und Zukunftsgestaltung.
Präsident Lutz Schade erklärte die Intention des Mottos: Es gehe um das aktive Mitgestalten der Zukunft und um Mut, Verantwortung zu übernehmen. Das Festkomitee fasst das Motto so zusammen:
„Es geht um das Tun und den Mut, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“
Das Festkomitee fordert mit dem Motto eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an gesellschaftlichen Prozessen. In der Darstellung heißt es, viele Menschen äußerten zwar Kritik, doch nur wenige packten aktiv mit an. Als konkrete Aufforderung nennt das Komitee unter anderem den Aufruf „Handy weg, reden!“ und die Formel „Zukunft fängt am Küchentisch an.“
Design und Auflage des Mottoschals
Deiters hat den Schal farbenfroh gestaltet und mehrere symbolische Elemente eingebaut. Zu den beschriebenen Details gehören:
- eine Seite mit feinem Netz, hinter dem zahlreiche bunte Pompons angebracht sind, die Bewegungen sichtbar machen;
- Konfetti- und Lappenclown-Elemente als gestalterische Hinweise auf die Karnevalstradition;
- ein abnehmbares Steuerrad als Accessoire, das die Selbstverantwortung symbolisieren soll;
- ein kleines Kissen mit dem Motto, das auch als Pin ans Kostüm befestigt werden kann.
Deiters-Chef Herbert Geiss kommentierte die Produktion mit der Feststellung: „Der Schal ist bunt wie unsere Stadt“. In der Mitteilung betonte das Unternehmen zudem, dass mit dem Schal auch Jugendarbeit gefördert werden solle.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Sessionsmotto 2027 | „Morje es, wat do drus mähs!“ |
| Hersteller | Deiters |
| Auflage Mottoschal | 50.000 Exemplare |
| Gestalterische Elemente | Pompons, Netzseite, abnehmbares Steuerrad, Kissen/Pin |
Zielrichtung und Kontext
Nach Angaben des Festkomitees ist das Motto eine Reaktion auf gesellschaftliche Diskussionen über politische Entwicklungen, wirtschaftliche Sorgen und die zunehmende Verlagerung öffentlicher Debatten ins Netz. Der Appell lautet, wieder mehr ins direkte Gespräch zu kommen und sich vor Ort zu engagieren. Das Festkomitee verbindet diese Botschaft ausdrücklich mit der karnevalistischen Tradition, die vom Mitmachen lebt.
Die Vorstellung des Mottos und des Schals markiert den Auftakt zur inhaltlichen Ausrichtung der kommenden Session. Veranstalter, Gesellschaften und Verantwortliche im Karneval werden in den nächsten Wochen die geplanten Programme und Begleitaktionen an das Motto anpassen.