Im Landtag Nordrhein‑Westfalen in Düsseldorf läuft seit Sonntagabend ein großflächiger Ausfall zentraler IT‑Dienste. Nach Angaben eines Sprechers betrifft die Störung unter anderem das E‑Mail‑System, den Zugriff auf die Internetseite des Parlaments sowie das mobile Arbeiten. Mitarbeiter berichteten zudem, dass das elektronische Schließsystem nicht zuverlässig funktioniere, weshalb einige Beschäftigte mit ihren Chipkarten nicht in ihre Büros gelangten.
„Es liegt eine Störung des IT‑Netzwerks des Landtags vor. Sie betrifft unter anderem das Arbeiten im Landtag, das Mobile Arbeiten sowie E‑Mails und den Zugriff auf die Internetseite.“ — Sprecher des Landtags Nordrhein‑Westfalen
Ausmaß und erste Reaktionen
Ein Sprecher des Landtags bestätigte gegenüber der dpa die Störung und sagte, die Ursache sei derzeit noch unklar. Nach seinen Angaben gebe es keine Anzeichen für einen Hackerangriff. An der Behebung werde „mit Hochdruck“ gearbeitet. In einer internen Mitteilung, die über ein eigenes Messenger‑System verschickt wurde, heißt es, die Probleme bestünden bereits seit Sonntagabend.
Betroffene Bereiche
- E‑Mail‑Kommunikation: Interne und externe elektronische Postdienste sind eingeschränkt.
- Parlamentarische Webseite: Der öffentliche Zugriff auf Inhalte der Landtagsseite ist beeinträchtigt.
- Mobiles Arbeiten: Abgeordnete und Mitarbeiter können nicht wie gewohnt von extern arbeiten.
- Elektronische Zutrittskontrollen: Einige Chipkarten öffnen offenbar nicht alle Bürotüren.
Konkrete Angaben dazu, wie lange die Störung noch andauern wird oder welche Maßnahmen zur Ursachenfeststellung ergriffen werden, nannte der Sprecher nicht. Auch zu möglichen Sicherheitsprüfungen oder dem Einbeziehen externer IT‑Spezialisten wurden keine Details genannt.
Auswirkungen auf den Parlamentsbetrieb
Durch den Ausfall der digitalen Kommunikationswege ist der reguläre Geschäftsablauf im Landtag erheblich gestört. Öffentlich zugängliche Informationen und Dokumente, die üblicherweise online bereitgestellt werden, sind nur eingeschränkt verfügbar. Wie weitreichend parlamentarische Abläufe wie Sitzungen, Ausschusstreffen oder Fraktionsarbeit betroffen sind, war zunächst nicht abschließend zu klären.
Die Landtagsverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung. Sobald neue Informationen vorliegen, sollen Betroffene intern informiert werden, heißt es in der Mitteilung.