Bei Durchsuchungen in Düsseldorf und Neuss hat die Polizei am Freitag insgesamt vier Männer vorläufig festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, sich zu gewalttätigen Aktionen abgesprochen zu haben. Die Ermittler prüfen, ob ein Zusammenhang mit den für Samstag, 31. Oktober, angekündigten Protesten der Initiative „Gen Z regelt“ besteht.
Ermittlungen in mehrere Richtungen
Die Polizei teilte mit, dass sie neben einem möglichen Bezug zu den Demonstrationen auch andere Ermittlungsansätze verfolgt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen sich die Männer zu gewalttätigen Aktionen gegen Polizeibeamte und zu Diebstählen verabredet haben. Ob sie selbst an den Protesten teilnehmen wollten, deren politische Ziele unterstützen oder die Veranstaltungen lediglich für eigene Vorhaben nutzen wollten, ist Gegenstand der weiteren Prüfung.
„Den Männern wird vorgeworfen, sich zu gewalttätigen Aktionen abgesprochen zu haben“, teilte die Polizei mit.
Proteste in rund 30 Städten angekündigt
Die Initiative „Gen Z regelt“ mobilisiert nach den vorliegenden Angaben für Kundgebungen in rund 30 deutschen Städten. Zu ihren Themen gehören unter anderem mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Ablehnung einer Wehrpflicht. Die Initiative lehnt Gewalt ausdrücklich ab.
Die Sicherheitsbehörden prüfen den möglichen Zusammenhang mit den Protesten vor dem Hintergrund von Ausschreitungen bei Veranstaltungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Ein Zusammenhang mit den festgenommenen Männern ist bislang nicht festgestellt. Die vier Männer gelten als Tatverdächtige; über ihre weitere Behandlung entscheiden die zuständigen Ermittlungs- und Justizbehörden.
Polizei bewertet mögliche Gefahren
Die Festnahmen erfolgten am Freitagmorgen im Zuge der Durchsuchungen. Dabei ging es nach Angaben der Polizei um den Verdacht, dass sich die Männer zu gewalttätigen Aktionen verabredet haben könnten. Die Ermittlungen sollen nun klären, welche konkreten Absprachen es gegeben haben soll und ob sie tatsächlich mit den angekündigten Demonstrationen in Verbindung stehen.
- Vier Männer wurden in Düsseldorf und Neuss vorläufig festgenommen.
- Geprüft wird ein möglicher Zusammenhang mit den Protesten am Samstag.
- Die Initiative ruft in rund 30 Städten zu Demonstrationen auf und lehnt Gewalt ab.
Die Polizei ermittelt nach den Durchsuchungen in mehrere Richtungen. Eine abschließende Bewertung des möglichen Zusammenhangs zu den Protesten steht damit noch aus.