In Köln-Riehl laufen Untersuchungen an einem verdächtigen Fund auf einer Baustelle. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland hat das Objekt im Umfeld der städtischen Sozial-Betriebe Köln-Riehl (SBK) entdeckt. Geprüft wird, ob es sich um eine zündfähige Weltkriegsbombe handelt. Eine Entscheidung über den Fund liegt noch nicht vor.
Evakuierung für 5. November vorbereitet
Nach Angaben der Stadt Köln bereiten Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen vorsorglich eine mögliche Räumung vor. Für Donnerstag, 5. November, ist demnach ein Evakuierungsszenario geplant. Betroffen wären rund 130 Anwohnerinnen und Anwohner sowie ein Teil des SBK-Geländes. Ob es tatsächlich zu einer Evakuierung kommt, hängt vom Ergebnis der laufenden Untersuchungen ab.
Auch innerhalb der Einrichtungen wird für diesen Fall geplant. Da nicht alle Gebäude des Seniorenzentrums betroffen wären, könnten Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Pflegeheime auf andere Gebäude auf dem Gelände verlegt werden. Angehörige und Freunde der Heimbewohner bat die Stadt, Besuche auf andere Tage zu verschieben.
Mögliche Auswirkungen auf Straßenbahn und Bus
Eine Räumung würde nach der derzeitigen Planung auch den Verkehr im Kölner Norden berühren. Betroffen wären Teile des Niehler Gürtels, der linksrheinische Bereich der Mülheimer Brücke und Teile des Niehler Hafens. Nach der bisherigen Einschätzung der Stadt müssten sich voraussichtlich auch Fahrgäste der KVB auf Einschränkungen einstellen.
- Stadtbahnlinien 13 und 18: Sie könnten von der möglichen Evakuierung betroffen sein.
- Buslinie 140: Auch hier werden Auswirkungen erwartet.
- Straßenverkehr: Teile des Niehler Gürtels und des linksrheinischen Bereichs der Mülheimer Brücke könnten in den Räumungsbereich fallen.
Anlaufstelle im Dreikönigsgymnasium
Für Mieterinnen und Mieter der Seniorenwohnungen sollen im Evakuierungsfall Busse bereitstehen. Sie würden das Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße 247 anfahren. In der Aula ist eine Anlaufstelle für bis zu 250 Personen vorgesehen. Sobald feststeht, ob der Fund tatsächlich zündfähig ist, will die Stadt über das weitere Vorgehen und mögliche Verkehrsmaßnahmen informieren.