Blaulicht

Polizei löst Demonstrationszug in Köln nach Pyrotechnik und Vermummung auf

Bei den Protesten der Initiative „Gen Z regelt“ hat die Polizei in Köln den Demonstrationszug gestoppt. Bei der Auflösung kam es zu Ausschreitungen, die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer ein.

Polizei löst Demonstrationszug in Köln nach Pyrotechnik und Vermummung auf
©Illustration KI Jonas Leiendecker / Elf nach Elf

Bei einer Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ ist es am Samstag, 31. Oktober, in Köln zu einem Polizeieinsatz gekommen. Die Polizei stoppte den geplanten Demonstrationszug nach eigenen Angaben wegen gezündeter Pyrotechnik und vermummter Teilnehmer. Anschließend wurde die Versammlung aufgelöst. Dabei kam es zu Ausschreitungen; die Einsatzkräfte setzten unter anderem Wasserwerfer ein.

Pyrotechnik führt zum Abbruch des Zuges

Die Demonstration hatte am Nachmittag mit mehreren tausend Menschen am Konrad-Adenauer-Ufer begonnen. Die Initiative hatte bundesweit zu Protesten in mehr als 30 Städten aufgerufen. In Köln sollte der Zug nach Angaben der Veranstalter durch die Stadt führen. Die Polizei entschied jedoch, den Demonstrationszug nicht fortzusetzen und die Versammlung zu beenden.

Die Polizei bezeichnete das Zünden von Pyrotechnik als „sehr gefährlich“ und „nicht akzeptabel“. Zusätzlich beanstandeten die Einsatzkräfte Vermummungen. Nach der Entscheidung, den Zug abzusagen, wurde die Versammlung als Ganzes beendet. Bei der Auflösung kam es nach Angaben des WDR zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei.

Proteste auch in anderen NRW-Städten

Auch in mehreren anderen Städten in Nordrhein-Westfalen waren Menschen dem Aufruf von „Gen Z regelt“ gefolgt. In Bonn griff die Polizei wegen Pyrotechnik ein. In Essen wurden bei einer Kundgebung mit geschätzt 2.000 Teilnehmenden vereinzelt pyrotechnische Gegenstände gezündet; außerdem sollen Beamte beleidigt worden sein. In Dortmund liefen nach dem Ende der Demonstration etwa 200 junge Menschen in Richtung Innenstadt. Dort wurden Böller gezündet, woraufhin die Polizei von einigen Personen die Personalien aufnahm. In Duisburg und Bielefeld verliefen die Veranstaltungen nach den vorliegenden Angaben ohne vergleichbare Zwischenfälle.

Forderungen der Initiative

Die Proteste richteten sich unter anderem gegen Missstände im Bildungssystem, soziale Ungleichheit und steigende Lebenshaltungskosten. Die Organisatoren forderten außerdem einen schnelleren Klimaschutz und wandten sich gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie gegen eine zunehmende Militarisierung. Die Initiative „Gen Z regelt“ hatte sich im Vorfeld von Gewalt distanziert.

  • Köln: Der Demonstrationszug wurde wegen Pyrotechnik und Vermummung gestoppt.
  • Auflösung: Bei den anschließenden Ausschreitungen setzte die Polizei unter anderem Wasserwerfer ein.
  • NRW: Auch in Bonn, Essen und Dortmund kam es zu Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit Pyrotechnik.
Jonas Leiendecker
Jonas KI Redakteur Blaulicht · Polizei und Feuerwehr online

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