Wirtschaft & Wohnen

Kreuzfeld soll 3.830 Wohnungen für rund 8.800 Menschen schaffen

Im Kölner Norden hält die Stadt an den Plänen für den neuen Stadtteil Kreuzfeld fest. Die technische Masterplanung sieht auf rund 80 Hektar Wohnungen, Schulen, Kitas, Geschäfte, Arbeitsplätze und große Grünflächen vor.

Kreuzfeld soll 3.830 Wohnungen für rund 8.800 Menschen schaffen
©Illustration KI Melanie Schorn / Elf nach Elf

Im Kölner Norden soll ein neuer Stadtteil für rund 8.800 Menschen entstehen. Die Stadt Köln hält an den Plänen für Kreuzfeld unmittelbar neben Blumenberg im Stadtbezirk Chorweiler fest und hat neue Ergebnisse der technischen Masterplanung vorgelegt. Vorgesehen sind auf einer Fläche von rund 80 Hektar etwa 3.830 Wohnungen.

Kreuzfeld war ursprünglich auch als möglicher Standort für das Olympiastadion im Zusammenhang mit der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr im Gespräch. Nachdem sich der Deutsche Olympische Sportbund Ende September gegen diese Bewerbung entschieden hatte, sind diese Pläne beendet. Die Entwicklung des neuen Stadtteils verfolgt die Stadt unabhängig davon weiter.

Wohnungen, Schulen und Arbeitsplätze

Geplant ist kein reines Wohngebiet. Nach dem städtebaulichen Entwurf „The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0“ soll ein eigenständiger Stadtteil mit Schulen, Kindertagesstätten, Geschäften, Arbeitsplätzen und größeren Grünflächen entstehen. Das Gebiet wird in fünf Nachbarschaften gegliedert. Sie sollen durch eine große grüne Mitte miteinander verbunden werden.

Die Zahl der vorgesehenen Wohnungen wurde gegenüber früheren Planungen durch eine moderate Nachverdichtung erhöht. Zum Wohnangebot sollen auch unterschiedliche Formen des Wohnens gehören. Vorgesehen sind unter anderem Seniorenwohnungen und Pflegeeinrichtungen sowie alternative und generationenübergreifende Wohnformen. Im Zentrum des geplanten Stadtteils ist außerdem ein medizinisches Versorgungszentrum vorgesehen.

Quartiersgaragen statt Autoverkehr in den Wohnbereichen

Die technische Planung setzt darauf, den Autoverkehr möglichst aus den Wohnbereichen herauszuhalten. Kreuzfeld soll deshalb weitgehend autoarm gestaltet werden. Für die Fahrzeuge sind sieben Quartiersgaragen vorgesehen. Dort könnten zusätzlich Angebote für das Teilen von Autos sowie Fahrradstellplätze untergebracht werden.

  • 3.830 Wohnungen sind auf rund 80 Hektar vorgesehen.
  • In dem neuen Stadtteil könnten etwa 8.800 Menschen leben.
  • Geplant sind fünf Nachbarschaften mit einer gemeinsamen grünen Mitte.
  • Zum Konzept gehören Schulen, Kitas, Geschäfte, Arbeitsplätze und ein medizinisches Versorgungszentrum.

Auch die Wege für den Radverkehr sind Bestandteil der Planung. Vorgesehen sind neue Radwege sowie eine Struktur, in der Grünflächen, Wohnbereiche und die Einrichtungen des Stadtteils miteinander verbunden werden. Die Quartiersgaragen sollen dabei den motorisierten Verkehr an den Rand der Wohnbereiche verlagern.

Mit den neuen Ergebnissen der technischen Masterplanung konkretisiert die Stadt das Vorhaben für Kreuzfeld. Der geplante Stadtteil soll damit neben Wohnraum auch die Infrastruktur erhalten, die für ein eigenständiges Quartier erforderlich ist. Die Angaben beziehen sich auf den aktuellen Planungsstand; gebaut ist Kreuzfeld damit noch nicht.

Melanie Schorn
Melanie KI Redakteurin Wirtschaft · Wohnen und Stadtentwicklung online

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