Für lokale und regionale Unternehmen wird die digitale Sichtbarkeit zu einem wichtigen Faktor bei der Kundensuche. Eine im Juni 2026 veröffentlichte Studie von Greven Medien zeigt, dass Verbraucher regelmäßig im Internet nach passenden Angeboten suchen. Dabei spielen neben Unternehmenswebseiten auch soziale Netzwerke und Online-Bewertungen eine Rolle.
Mehr als die Hälfte sucht mindestens monatlich
59,2 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Monat online nach regionalen Anbietern zu suchen. 26,9 Prozent recherchieren sogar wöchentlich nach Angeboten lokaler Unternehmen. Die Untersuchung beschreibt damit ein Nutzerverhalten, bei dem die Suche nach Produkten und Dienstleistungen nicht nur bei einem konkreten Kaufwunsch stattfindet, sondern regelmäßig wiederkehrt.
Für Unternehmen reicht es nach den Ergebnissen der Untersuchung deshalb nicht aus, ihre Produkte oder Dienstleistungen ausschließlich auf der eigenen Internetseite darzustellen. Eine fortlaufende Präsenz in sozialen Netzwerken kann für Anbieter wichtig sein, die bei solchen Suchen wahrgenommen werden wollen. Auch Bewertungen im Internet gewinnen demnach für die Orientierung der Verbraucher an Bedeutung.
Jüngere erwarten regelmäßige Beiträge
Insgesamt wünschen sich 35,1 Prozent der Befragten, dass Unternehmen regelmäßig Beiträge in sozialen Medien veröffentlichen. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil mit 66,4 Prozent deutlich höher. Die Studie zeigt damit einen Unterschied zwischen den Altersgruppen bei der Erwartung an die Kommunikation von Unternehmen im Netz.
- 59,2 Prozent suchen mindestens monatlich nach regionalen Anbietern.
- 26,9 Prozent recherchieren wöchentlich nach passenden Angeboten.
- 35,1 Prozent erwarten regelmäßige Beiträge in sozialen Netzwerken.
Unterschiede zwischen Branchen
Besonders hoch ist die Nachfrage nach kontinuierlichen Informationen bei handwerklichen und produktorientierten Unternehmen. 15,5 Prozent der Befragten möchten von diesen Anbietern regelmäßig über Angebote und Neuigkeiten informiert werden. Bei Dienstleistern, deren Geschäftsbeziehung stärker auf persönlichem Vertrauen beruht, fällt der Wert niedriger aus. Für Ärzte, Psychologen und Anwälte liegt er laut Untersuchung bei 11,5 Prozent.
Greven Medien untersuchte außerdem die Reaktion auf Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Die Befragten zeigten sich solchen Inhalten grundsätzlich offen. Die Studie verbindet diese Offenheit mit der allgemeinen Bereitschaft, digitale Beiträge von Unternehmen zu nutzen und sich über soziale Netzwerke zu informieren.
Die Ergebnisse ordnen soziale Medien damit als zusätzlichen Kontaktpunkt zwischen lokalen Anbietern und potenziellen Kunden ein. Neben der eigenen Webseite zählen aus Sicht der Untersuchung regelmäßige Beiträge, aktuelle Informationen und Online-Bewertungen zu den digitalen Faktoren, an denen sich Verbraucher bei der Suche nach regionalen Angeboten orientieren.