Die Mieten in Köln sind innerhalb von 15 Jahren um 75 Prozent gestiegen. Nach dem aktuellen Wohnungsmarktbericht der Stadt Köln lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im Stadtgebiet im Jahr 2025 bei 14,70 Euro je Quadratmeter. 2010 war der durchschnittliche Quadratmeterpreis noch deutlich niedriger.
Weniger preisgebundene Wohnungen
Parallel zur allgemeinen Mietsteigerung ist der Bestand an öffentlich geförderten und damit preisgebundenen Mietwohnungen zurückgegangen. Zum Jahresende 2025 gab es in Köln 37.647 preisgünstige Wohnungen. Ihr Anteil am gesamten Wohnungsbestand sank auf 6,5 Prozent. Im Vorjahr hatte die Quote noch bei 7 Prozent gelegen.
Eine wesentliche Ursache für den Rückgang war der Ablauf von Mietpreisbindungen. Im Jahr 2025 verloren nach Angaben der Stadt 4.455 Wohnungen ihre Preisbindung. Im Vorjahr waren es 914 Wohnungen gewesen. Dem standen im gesamten Stadtgebiet 566 neu bezugsfertige geförderte Wohnungen gegenüber.
Geförderter Bestand nahezu vollständig belegt
Der verbleibende preisgebundene Wohnraum ist nach den Angaben zum Wohnungsmarkt nahezu vollständig belegt. Die Leerstandsquote im geförderten Segment lag Ende 2025 bei 0,14 Prozent. Damit war nur ein sehr kleiner Teil der öffentlich geförderten Mietwohnungen nicht belegt.
- 14,70 Euro: durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter im Jahr 2025
- 37.647 Wohnungen: Bestand an preisgebundenem Mietwohnraum Ende 2025
- 4.455 Wohnungen: Zahl der Einheiten, deren Preisbindung 2025 auslief
Gesamtbestand wächst moderat
Während der preisgebundene Bestand schrumpfte, nahm die Zahl aller Wohnungen in Köln weiter zu. Ende 2025 umfasste der Gesamtwohnungsbestand 577.459 Einheiten. Im Verlauf des Jahres kamen per saldo 4.090 Wohnungen hinzu.
Die Entwicklung in Köln liegt beim Mietanstieg über dem bundesweiten Vergleichswert, den der Deutsche Mieterbund für denselben Zeitraum nennt. Nach dessen Angaben erhöhten sich die Mieten in Deutschland seit 2010 um 70 Prozent. In Köln fiel der Zuwachs damit um fünf Prozentpunkte höher aus.