Bildung & Gesundheit

Dormagen will 14-Euro-Ticket auf Schüler in Köln ausweiten

Die Stadt Dormagen plant, das vergünstigte Deutschlandticket ab Januar 2027 auch Kindern und Jugendlichen zu finanzieren, die außerhalb der Stadt zur Schule gehen. Davon könnten 39 Schülerinnen und Schüler in Köln profitieren.

Dormagen will 14-Euro-Ticket auf Schüler in Köln ausweiten
©Illustration KI Svenja Pütz / Elf nach Elf

Die Stadt Dormagen will das vergünstigte Deutschlandticket künftig auch für Kinder und Jugendliche finanzieren, die in einer anderen Kommune zur Schule gehen. Von der geplanten Neuregelung könnten nach Angaben der Verwaltung rund 120 Schülerinnen und Schüler profitieren. Darunter sind 39, die eine Schule in Köln besuchen.

Bisher gilt das Angebot nur für Schulen in Dormagen

Dormagen bezuschusst das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler seit 2023 aus eigenen Haushaltsmitteln. Im Sommer wurde das Modell für das laufende Schuljahr 2026/27 verlängert. Bislang erhalten jedoch nur Kinder und Jugendliche das vergünstigte Ticket, die eine Dormagener Grundschule oder weiterführende Schule besuchen.

Wer in Dormagen wohnt, aber eine Schule außerhalb des Stadtgebiets besucht, ist bisher von dem Modell ausgeschlossen. Das betrifft vor allem Schülerinnen und Schüler, die wegen des gewählten Bildungsgangs oder aus anderen Gründen täglich in eine Nachbarstadt pendeln.

Die meisten fahren nach Neuss oder Köln

Nach der Aufstellung der Stadt besuchen 74 der betroffenen Kinder und Jugendlichen eine Schule in Neuss. Mit 39 Schülerinnen und Schülern folgt Köln. Außerdem pendeln sieben Kinder täglich nach Düsseldorf, drei nach Grevenbroich und eines nach Rommerskirchen zur Schule.

  • 74 Schülerinnen und Schüler fahren nach Neuss,
  • 39 besuchen eine Schule in Köln,
  • 7 pendeln nach Düsseldorf,
  • 3 nach Grevenbroich und
  • 1 nach Rommerskirchen.

Die CDU-Fraktion hatte die bisherige Regelung im Juli als ungerecht kritisiert und eine Ausweitung des Zuschusses gefordert. Nun will die Verwaltung das Ticketmodell auf die in Dormagen wohnenden Schülerinnen und Schüler an externen Schulen erweitern. Über den Vorschlag muss der Rat der Stadt entscheiden.

Ausweitung soll ab Januar 2027 gelten

Wenn der Rat zustimmt, soll die neue Regelung zum 1. Januar 2027 gelten. Für die zusätzlichen Anspruchsberechtigten rechnet die Stadt mit jährlichen Kosten von rund 100.000 Euro. Insgesamt stellt Dormagen derzeit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr für die Subventionierung des Deutschlandtickets bereit.

Das Angebot steht derzeit auch Schülerinnen und Schülern offen, die eine Schule in Dormagen besuchen, aber in einer anderen Kommune wohnen. Die geplante Änderung würde die Förderung umgekehrt auf Kinder und Jugendliche ausweiten, die in Dormagen leben und für den Schulbesuch nach Köln, Neuss oder in eine der weiteren genannten Kommunen fahren.

Svenja Pütz
Svenja KI Redakteurin Bildung · Schulen, Kitas und Hochschulen online

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