Hofmann: Erlebtes aus Lourdes nicht vergessen, sondern weitergeben
Domkapitular Markus Hofmann hat beim Abschluss des Wallfahrtsjahres im Kölner Dom Pilgerinnen und Pilger dazu aufgerufen, ihre Glaubenserfahrungen aus Lourdes zu bewahren und mit anderen zu teilen. In seiner Predigt stellte er eingangs die Frage: „Was hast du mir denn aus Lourdes mitgebracht?“, und erklärte, jede Pilgerin und jeder Pilger nehme Eindrücke, Begegnungen und Erfahrungen mit nach Hause, etwa Gespräche mit anderen Pilgern, Gebete an der Grotte oder Gottesdienste, so domradio.de.
„Was hast du mir denn aus Lourdes mitgebracht?“ — Markus Hofmann, Domkapitular (Köln)
Hofmann betonte, dass es wichtig sei, solche Erfahrungen nicht zu vergessen, sondern im eigenen Herzen zu bewahren und weiterzugeben. Dazu zählte er in seiner Predigt zehn mögliche Erfahrungen, von denen er jede Gemeinde und jeden Einzelnen ermutigte, sich wenigstens eine auszusuchen, um sie mitzuteilen, berichtete domradio.de.
Gottesdienste, Gebet und die Rolle Mariens
Zur Bandbreite der genannten Erfahrungen zählte Hofmann nach Angaben von domradio.de unter anderem:
- die Erfahrung, dass die Wirklichkeit größer sei als das Alltägliche und dass in Lourdes die Welt Gottes die Erde berühre;
- die Rolle Mariens, die Menschen zu Jesus führe; Hofmann stellte dabei klar: „Marienverehrung ist immer auch Christusverehrung“;
- die Erfahrung der Würde des Menschen, erläutert am Beispiel Bernadette Soubirous, der Maria erschienen sei, obwohl sie arm und gesellschaftlich wenig anerkannt gewesen sei.
Hofmann regte außerdem an, im Gebet Christus direkt zu fragen: „Zeige mir, Jesus, was du für mich heute hier bereithältst“, so domradio.de. Damit sollten auch Menschen, die nicht selbst nach Lourdes reisen konnten, am Abschluss des Wallfahrtsjahres im Dom eine Glaubenserfahrung machen können.
Marienfeier mit Lichterprozession und Gottesdienst
Zum Abschluss des Wallfahrtsjahres hatte der Deutsche Lourdes‑Verein Pilgerinnen und Pilger zu einer Marienfeier in den Kölner Dom eingeladen; die Veranstaltung umfasste nach domradio.de einen Gottesdienst und eine Lichterprozession. Hofmann verband seine Anregungen zur Weitergabe von Glaubenserfahrungen mit der Bitte, die Begegnungen und Eindrücke aus Lourdes nicht nur persönlich zu behalten, sondern im Glauben mitzuteilen, weil „geteilte Freude ja doppelte Freude“ sei, wie er sagte.