Die Universität zu Köln bietet Studierenden Unterstützung beim Gründen – vom Zugang zu Produktionsräumen bis zur Beratung durch ein Gründerzentrum. Am Beispiel von Isabelle Forster, Gründerin der Bäckerei Better Cakez, wird deutlich, wie solche Angebote funktionieren: Nach einem Jura‑Studium und einer ärztlich festgestellten Gluten‑ und Laktoseunverträglichkeit entwickelte sie eigene Rezepte für verträgliche Kuchen und erhielt Hilfe vom Gateway Exzellenz Start‑up Center der Universität.
Vom Prototyp zur Gewerbeküche
Forster begann in ihrer Dachgeschosswohnung mit dem Ausprobieren von Rezepten. Unterstützt durch das Start‑up‑Center mietete sie zunächst eine kleine Küche an. Innerhalb weniger Monate verzeichnete sie so viel Nachfrage, dass sie in eine größere Bäckerei umzog. Heute liefert Better Cakez unter anderem an Supermärkte und verkauft online.
- Studium: Forster studierte Jura.
- Auslöser: Gesundheitsprobleme führten zur Diagnose einer Gluten‑ und Laktoseunverträglichkeit und zur Entwicklung neuer Rezepturen.
- Unterstützung: Gateway Exzellenz Start‑up Center der Universität zu Köln stellte Räume und Hilfen bereit.
- Ergebnis: Wachstum von einer angemieteten Küche zur eigenen Bäckerei; Belieferung von Einzelhandel und Onlinevertrieb.
Wissenschaftliche Perspektive auf Gründerpersönlichkeiten
Mona Mensmann, Professorin für Innovationsmanagement und Entrepreneurship an der Universität zu Köln, betont im Bericht, dass es nicht die eine, unveränderliche Gründerpersönlichkeit gebe. Sie sagte:
„Es ist immer eine Interaktion zwischen Umwelt und Persönlichkeit“ — die Umwelt spiele eine große Rolle, aber die Persönlichkeit könne gefördert werden.
Mensmanns Aussage fasst den Ansatz der Kölner Gründungsförderung zusammen: Statt auf einzelne „Typen“ zu setzen, sollen Studienbedingungen und Unterstützungsangebote gestaltet werden, damit unterschiedliche Personen Gründungswege erproben und entwickeln können.
Der Fall Better Cakez verdeutlicht außerdem, wie praxisorientierte Angebote der Hochschule konkret wirken: Zugang zu Produktionsflächen, Beratung und Netzwerkvernetzung ermöglichten einen schnellen Übergang von einer Idee zur marktfähigen Unternehmung. Nach Angaben im Bericht erwies sich die Nachfrage als so hoch, dass ein schneller Standortwechsel erforderlich wurde.