Die Uniklinik Köln setzt in der Nachwuchsgewinnung auf eine Mischung aus digitalen Angeboten, persönlicher Begleitung und sichtbarem Karrierepfad: In der Lindenburg Akademie werden derzeit 880 Auszubildende und dual Studierende in 16 Berufen ausgebildet, vom Bereich Pflege bis zu medizinischen Technologien, teilten die Leiter der Akademie, Nadine Hauser und David Petri, im Interview mit Capital mit.
Vielfalt als Ausbildungsvorteil
Die Akademieleitung betont die Breite der Lernorte und Tätigkeitsfelder innerhalb eines Universitätsklinikums. David Petri brachte das so auf den Punkt: „Die Vielfalt.“ — David PetriPetri erklärte, Auszubildende kämen mit dem gesamten Spektrum der Medizin in Berührung: von Neurologie über Herzchirurgie bis zur Kinder‑ und Jugendpsychiatrie. Das ermögliche, unterschiedliche Krankheitsbilder und Versorgungssituationen kennenzulernen und die eigene berufliche Orientierung zu schärfen.
Hohe Übernahmequote und Karrierewege
Nadine Hauser verwies auf den Bedarf der Klinik und ihrer Tochterunternehmen: Mit mehr als 13.700 Beschäftigten bestehe ein hoher Bedarf an spezialisierten Fachkräften. Nach Angaben der Akademieleitung liegt die Übernahmequote bei fast 90 Prozent. Hauser sagte: „Unsere Übernahmequote liegt bei fast 90 Prozent, und wir versuchen, jedem Absolventen eine Stelle zu vermitteln, die zu seinen Interessen und Stärken passt.“ — Nadine HauserSie verwies zudem auf zahlreiche Weiterbildungs‑ und akademische Wege, insbesondere in der Pflege (etwa Intensivpflege und Anästhesie).
Rekrutierung, digitale Tools und Begleitung
Zur praktischen Umsetzung nennt die Akademieleitung mehrere Bausteine:
- Ein eigenes Recruitingteam, das gezielt Nachwuchs ansprechen soll.
- Authentische Social‑Media‑Formate wie TikTok‑Videos, um Ausbildungen sichtbar zu machen.
- VR‑Training als Teil der Ausbildung, um Praxissituationen realitätsnah zu trainieren.
- Persönliche Ansprechpartner und individuelle Begleitung der Auszubildenden während der Ausbildung.
Petri betonte die Struktur des universitären Aus‑ und Weiterbildungszentrums: Unter einem Dach seien Beratungs‑ und Bildungsangebote gebündelt, sodass Auszubildende nicht in der Größe des Hauses „verloren“ gingen.
Die Angaben stammen aus dem Gespräch mit den Leitern der Lindenburg Akademie, Nadine Hauser und David Petri, das Capital veröffentlichte.