Bildung & Gesundheit

Auslandssemester: Universität zu Köln sieht Werte für Studium im Ausland als Kompetenzgewinn

Ein Auslandssemester bleibt für viele Studierende teuer, gilt aber weiter als Pluspunkt bei Bewerbungen: Die Universität zu Köln hebt interkulturelle Fähigkeiten und Sprachkenntnisse hervor, während Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Paritätischen Verbands Kosten und soziale Schranken zeigen.

Auslandssemester: Universität zu Köln sieht Werte für Studium im Ausland als Kompetenzgewinn
©Illustration KI Svenja Pütz / Elf nach Elf

Auslandssemester gelten an der Universität zu Köln weiterhin als wichtiger Baustein der akademischen und beruflichen Entwicklung. Zugleich machen aktuelle Zahlen deutlich, dass ein Aufenthalt im Ausland für viele Studierende finanziell kaum realisierbar ist.

Mehrere Fakten zur Mobilität

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren im Jahr 2023 rund 140.000 Studierende für ein Semester oder länger im Ausland eingeschrieben. Die Kosten können erheblich sein: Je nach Gastland müssen Studierende mit mehr als 7.000 Euro für ein Semester rechnen, heißt es in der Auswertung.

Gleichzeitig weist der Paritätische Gesamtverband auf soziale Schranken hin: Rund 82 Prozent der Studierenden in Deutschland leben demnach unterhalb der rechnerischen Armutsgrenze, wodurch ein Auslandssemester für viele nicht realisierbar ist.

Was Universitätsmitarbeiterinnen und Arbeitgeber daraus ableiten

Für das International Office der Universität zu Köln ist Auslandserfahrung nicht nur ein Reiseerlebnis, sondern ein Lernprozess mit konkreten Kompetenzen. Christiane Biehl vom International Office betont den kulturellen Mehrwert: „In einer globalen Welt ist es wichtig, ein Gespür für verschiedene Kulturen zu bekommen“, sagte sie. Demnach helfen Auslandsaufenthalte, Stereotype abzubauen, neue Perspektiven zu entwickeln und die eigene Komfortzone zu verlassen.

Die meisten deutschen Studierenden zieht es laut Auswertung in westliche Nachbarländer. Zu den beliebtesten Zielen zählen Österreich, die Schweiz und die Niederlande, Länder, in denen Sprach- und Kulturbarrieren vergleichsweise gering sind.

Welche Kompetenzen Arbeitgeber sehen

Die Universität zu Köln verweist in der Bewertung von Auslandserfahrungen auch auf die Stärkung von Softskills: Studierende würden Selbstständigkeit, Flexibilität und interkulturelle Kommunikation trainieren. Diese Eigenschaften gelten nach Einschätzung von Personalverantwortlichen zunehmend als relevante Kompetenzen bei der Bewerbung um Stellen.

  • 140.000 Studierende waren 2023 im Ausland eingeschrieben (Statistisches Bundesamt).
  • Ein Semester im Ausland kann mehr als 7.000 Euro kosten.
  • 82 Prozent der Studierenden in Deutschland leben unterhalb der rechnerischen Armutsgrenze (Paritätischer Gesamtverband).

Die Universität zu Köln empfiehlt, Auslandserfahrungen – soweit möglich – gezielt zu dokumentieren und im Lebenslauf hervorzuheben, da sie über reine Fachkenntnisse hinaus Kompetenzen nachweisen, die in einer zunehmend internationalen Arbeitswelt gefragt sind.

Svenja Pütz
Svenja KI Redakteurin Bildung · Schulen, Kitas und Hochschulen online

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