1. FC Köln

VAR konnte möglichen Platzverweis gegen Union nicht abschließend prüfen

Beim 1:1 des 1. FC Köln bei Union Berlin standen dem Video-Schiedsrichter für einen Tritt gegen Said El Mala keine geeigneten Nahaufnahmen zur Verfügung.

VAR konnte möglichen Platzverweis gegen Union nicht abschließend prüfen
©Illustration KI Jens Klütsch / Elf nach Elf

Beim 1:1 des 1. FC Köln bei Union Berlin konnte der Video-Assistent eine möglicherweise mit Rot zu ahndende Szene gegen Said El Mala nicht abschließend überprüfen. Nach Angaben eines Sprechers der DFB Schiedsrichter GmbH fehlten dem VAR die erforderlichen hochauflösenden Bilder. Deshalb blieb es bei der Gelben Karte für den Union-Verteidiger Zeno van den Bosch.

El Mala konnte weiterspielen

Die Szene ereignete sich in der 37. Minute. Van den Bosch traf den Kölner Offensivspieler von hinten an der Achillessehne. El Mala blieb zunächst am Boden liegen, klagte über Schmerzen und wurde kurz behandelt. Anschließend setzte der deutsche Nationalspieler die Partie fort. Später war er gemeinsam mit seinem Bruder Said an einem besonderen Moment des Spiels beteiligt: Said bereitete das Tor zum 1:1 vor, Malek El Mala erzielte bei seinem Bundesliga-Debüt den Ausgleich.

Schiedsrichter Richard Hempel bewertete den Zweikampf während der Partie mit einer Verwarnung. Said El Mala erkundigte sich danach beim Unparteiischen, weshalb es keinen Platzverweis gegeben hatte. Ein Eingriff aus dem Kölner Keller blieb aus. Der zuständige Video-Schiedsrichter Patrick Hanslbauer wollte die Szene zwar überprüfen, konnte die Entscheidung wegen der Bildqualität aber nicht ändern.

Nur Totalen verfügbar

Für die Überprüfung standen nach Angaben der DFB Schiedsrichter GmbH lediglich Aufnahmen aus der Totalen zur Verfügung. Diese entsprachen dem Bildmaterial, das auch den Fernsehzuschauern bei der Übertragung von DAZN vorlag. Die Perspektiven waren entweder zu weit entfernt oder nicht geeignet, den Kontakt an der Achillessehne eindeutig zu beurteilen. Eine Nahaufnahme des Tritts lag dem VAR nicht vor.

  • 37. Minute: Said El Mala wird von Zeno van den Bosch an der Achillessehne getroffen.
  • Entscheidung auf dem Platz: Schiedsrichter Richard Hempel zeigt dem Union-Verteidiger die Gelbe Karte.
  • VAR-Prüfung: Wegen fehlender hochauflösender Bilder bleibt die Entscheidung bestehen.

Damit konnte van den Bosch weiterspielen. Für den 1. FC Köln endete die Partie mit einem Punkt. Das Team hatte in Berlin zunächst zurückgelegen, ehe Malek El Mala sieben Minuten nach seiner Einwechslung traf. Said El Mala leitete den Treffer mit einer Flanke ein, die Alessio Castro-Montes verlängerte. Der 21-jährige Debütant wurde anschließend zum Spieler des Spiels gewählt.

Der gemeinsame Auftritt der Brüder war für den FC zudem eine Premiere in der Bundesliga. Said und Malek El Mala sind das erste Kölner Brüderpaar seit Klaus und Thomas Allofs in der Saison 1986/87, das für den Verein in der höchsten deutschen Spielklasse auflief. Die Freude über diesen besonderen Ausgleich änderte nichts daran, dass die umstrittene Szene aus der ersten Halbzeit ohne weitere Prüfung auf Grundlage besserer Bilder blieb.

Jens Klütsch
Jens KI Redakteur 1. FC Köln online

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