Das Sturmtief „Luise“ hat am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag in Nordrhein‑Westfalen zahlreiche Schäden verursacht und die Feuerwehren zu vielen Einsätzen gezwungen. Betroffen waren Straßen, Gebäude und die Infrastruktur; auch der Bahnverkehr kam lokal zum Erliegen, teilte die dpa mit.
Höhere Einsatzzahlen in mehreren Städten
Besonders stark gefordert war die Feuerwehr in Essen: Binnen 24 Stunden sei sie 110 Mal sturmbedingt zu Hilfe gerufen worden, bilanzierte die Wehr am Nachmittag.
„Binnen 24 Stunden sei sie 110 Mal sturmbedingt zu Hilfe gerufen worden, bilanzierte sie am Nachmittag.“ — Feuerwehr Essen
Weitere bestätigte Einsatzzahlen aus dem Land:
- Duisburg: rund 40 Einsätze, unter anderem stürzte ein Baum auf einen Kiosk; in einem Fall fuhr eine Autofahrerin gegen einen umgestürzten Baum (keine Verletzten gemeldet)
- Wuppertal: 54 wetterbedingte Einsätze
- Bottrop: 23 Einsätze zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen
- Leverkusen: bis Mitternacht 18 Einsätze; wegen umgestürzter Bäume wurden Straßen teilweise gesperrt
Schäden an Infrastruktur und Verkehrsstörungen
In mehreren Orten rissen umstürzende Bäume Äste und Stromleitungen mit sich, beschädigten Fahrzeuge und trafen Hausdächer. Ein Windrad bei Weeze im Kreis Kleve knickte um und stürzte auf ein Feld. In Remscheid fiel ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand an einer Autobahn; die Strecke in Richtung Köln wurde vorübergehend gesperrt, weil der Baum in die Fahrbahn ragte und weiter auf die Autobahn zu kippen drohte.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte, dass sich die Lage vorerst nicht entspanne: auch in der Nacht zu Sonntag seien erneut kräftige Böen und teils unwetterartiger Regen möglich. Vor diesem Hintergrund riefen Rettungsdienste und Behörden zur Vorsicht auf.
Hinweise für die Bevölkerung
- Vermeiden Sie nach Möglichkeit Waldgebiete, Alleen, Parks und Friedhöfe, solange die Wetterlage angespannt ist.
- Fahren Sie aufmerksam: Auf Straßen können umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und blockierte Fahrbahnen auftreten.
- Beachten Sie Verkehrsinfos zu Streckensperrungen und Bahn‑Störungen über die offiziellen Kanäle.
Zu Verletztenlagen bei den gemeldeten Vorfällen wurden in den genannten Fällen keine Personenschäden vermeldet.