Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat den Anschlag auf eine Trauergemeinde im südjordanischen Gouvernement Karak scharf verurteilt und zu Solidarität mit den Betroffenen aufgerufen. Woelki äußerte sich in seiner Funktion als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz, wie katholisch.de berichtet.
Nach Angaben der jordanischen Behörden griffen bisher unbekannte Schützen eine Beerdigungsfeier in dem Dorf Hamoud an. Bei dem Angriff kamen nach Regierungsangaben acht Menschen ums Leben; 40 Personen wurden verletzt. Die staatliche Nachrichtenagentur Petra meldete, dass eine Person ihren schweren Verletzungen später erlag.
„Fassungslos stehen wir vor dem feigen Anschlag auf die Trauergemeinde bei Karak in Jordanien“, erklärte Kardinal Rainer Maria Woelki; außerdem sagte er: „Terror ist mit nichts zu rechtfertigen.“
Woelki bekundete sein Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen: Er sagte, sein Gebet gelte den Verstorbenen und Hinterbliebenen. Zugleich forderte er vom Staat eine lückenlose Aufklärung des Tathergangs und einen verbesserten Schutz kirchlicher Einrichtungen. Die deutschen Bischöfe riefen insgesamt zu Solidarität mit der christlichen Minderheit in Jordanien auf.
Reaktionen und Einordnung
Die jordanische Führung bezeichnete den Anschlag als Terrorakt. König Abdullah II. kündigte nach offiziellen Angaben „härteste Vergeltung“ an und hob die Bedeutung von Einheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft hervor, berichtet katholisch.de unter Berufung auf jordanische Stellen. Regierungssprecher Mohammad Momani betonte demnach, dass Christen in der Geschichte und Identität Jordaniens tief verwurzelt seien.
- Ort des Angriffs: Dorf Hamoud im Gouvernement Karak.
- Todesopfer: acht Menschen nach Regierungsangaben; eine Person erlag später schweren Verletzungen.
- Verletzte: 40 Menschen nach amtlichen Angaben.
- Forderung: Kölner Kardinal Woelki verlangt lückenlose Aufklärung und besseren Schutz kirchlicher Einrichtungen.
Die Erklärung von Woelki wurde in seiner Funktion als Vorsitzender der DBK-Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten geäußert; die Formulierungen entstammen der Berichterstattung auf katholisch.de. Weitere Maßnahmen oder konkrete Sicherheitspläne für kirchliche Einrichtungen nannte Woelki in dem zitierten Beitrag nicht.