Die Stadt Köln hat Pläne für einen umfangreichen Umbau der KVB‑Haltestelle Neusser Straße/Gürtel im Kölner Norden vorgestellt. Die Umgestaltung des Verkehrsknotens, an dem die Stadtbahnlinien 12, 13 und 15 sowie mehrere Buslinien zusammenlaufen, soll nach aktuellem Stand ab dem Jahr 2030 umgesetzt werden und wird derzeit mit rund vier Millionen Euro veranschlagt, teilte die Stadt Köln mit.
Warum der Umbau nötig ist
Nach Angaben der Stadt erfüllt der Bereich aktuell nicht die gesetzlichen Anforderungen an Barrierefreiheit. Zahlreiche Hindernisse und die bisherige Anordnung von Straßenquerungen erschweren insbesondere Menschen mit Geh‑ und Sehbehinderungen die Orientierung und das sichere Überqueren der Fahrbahnen. Der geplante Umbau soll diese Mängel beheben und die Haltestelle insgesamt sicherer machen.
Geplante Maßnahmen
- Barrierefreie Bushaltestellen mit angepassten Höhen und Einstiegsbedingungen;
- breitere, sichere Fußwege und zusätzliche Ampelübergänge zur Verringerung gefährlicher Querungen;
- spezielle Leitsysteme (taktil) für sehbehinderte Menschen;
- Entfall aller freien Rechtsabbiegerspuren zur Erhöhung der Verkehrssicherheit;
- Ausbau der Radinfrastruktur: neue Radwege entlang der Neusser Straße, verbesserte Verbindung am Niehler Gürtel sowie zusätzliche Fahrradstellplätze, darunter Abstellmöglichkeiten für Lastenräder;
- Mehr Grün: neue Bäume, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche zur Aufwertung des bislang verkehrsgeprägten Umfelds;
- Neuer Platz an der Nordwestseite der Stadtbahnhaltestelle, der auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann.
Die Stadt nennt den Wegfall der freien Rechtsabbiegerspuren ausdrücklich als Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Für Radfahrende sind neben neuen Wegen auch mehr Abstellmöglichkeiten vorgesehen, um der steigenden Bedeutung des Radverkehrs Rechnung zu tragen.
Finanzierung und Zeitplan
Die Kosten werden derzeit mit rund vier Millionen Euro angegeben. Als Zielbeginn für die Bauarbeiten nennt die Stadt das Jahr 2030.
Die geplanten Maßnahmen betreffen sowohl die KVB‑Infrastruktur als auch den öffentlichen Raum rund um die Haltestelle und binden Aspekte der Fuß‑, Rad‑ und Busnutzung ein. Ziel der Arbeiten ist nach Darstellung der Stadt, die Haltestelle an geltende gesetzliche Anforderungen anzupassen und die Verkehrssituation für alle Nutzerinnen und Nutzer sicherer und nutzerfreundlicher zu gestalten.