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Stadt nimmt Aufenthaltstitel zurück nach Verdacht auf Scheinehen in Ausländeramt Ehrenfeld

Nach Ermittlungen um eine frühere Sachbearbeiterin des Kölner Ausländeramts hat die Stadt mehrere Aufenthaltstitel überprüft und rechtswidrig erteilte Titel aufgehoben. Die betroffene Mitarbeiterin sitzt nach Angaben aus Ermittlerkreisen in Untersuchungshaft.

Stadt nimmt Aufenthaltstitel zurück nach Verdacht auf Scheinehen in Ausländeramt Ehrenfeld
©Illustration KI Niklas Rosellen / Elf nach Elf

Die Stadt Köln hat nach eigenen Angaben Aufenthaltstitel rückgängig gemacht, die im Zusammenhang mit Verfahren in der Kölner Ausländerbehörde stehen. Hintergrund sind Ermittlungen gegen eine frühere Sachbearbeiterin der Behörde in Ehrenfeld, der vorgeworfen wird, Anträge aus Scheinehen selbst genehmigt zu haben.

Prüfung und Aufhebungen

Die Fälle seien umfassend auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft worden, teilte die Stadt mit. Demnach seien bereits rechtswidrig erteilte Aufenthaltstitel aufgehoben worden. Die Stadt habe unmittelbar personal- und disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet; die betroffene Frau sei nicht mehr für die Verwaltung tätig.

Ermittlungen und Haft

Nach Berichten von Ermittlungsbehörden und Medienangaben steht eine 37-jährige Frau im Zentrum der Ermittlungen. Sie und ihr Ehemann wurden Anfang Dezember 2025 festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat laut Berichten gegen vier Beschuldigte Anklage erhoben.

Art der Vorwürfe

Nach Angaben aus den Berichten soll die Beschuldigte einer Schleusergruppe angehört haben, die Scheinehen vermittelte. Als Teil dieser Strukturen sollen Ehen zwischen Männern aus Indien und Frauen aus Bulgarien arrangiert worden sein; die Folgeanträge zur Erteilung von Aufenthaltstiteln sollen in Köln gestellt und bearbeitet worden sein. Ein Verteidiger eines der mutmaßlichen Bandenmitglieder sprach gegenüber dem WDR von mehr als 20 Betroffenen aus Indien. In Berichten ist zudem die Summe von rund 76.000 Euro genannt worden, die die Frau und ihr Mann demnach erhalten haben sollen.

Reaktionen und Forderungen

Die Vorwürfe haben politische Reaktionen ausgelöst: Der CDU-Obmann im Innenausschuss des Bundestags, Detlef Seif, forderte nach Medienangaben eine Überprüfung der Kölner Ausländerbehörde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Stadt kündigte an, interne Abläufe zu verändern, damit auffällige Fallhäufungen künftig schneller erkennbar sind.

  • Ort: Ausländeramt der Stadt Köln, Standort Ehrenfeld
  • Beteiligte: eine frühere Sachbearbeiterin des Ausländeramts und weitere Beschuldigte (Staatsanwaltschaft Darmstadt führt Ermittlungen)
  • Maßnahmen: Überprüfung von Aufenthaltstiteln, Aufhebungen rechtswidrig erteilter Titel, personal- und disziplinarrechtliche Schritte

Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte behandeln die Vorwürfe im Rahmen der laufenden Ermittlungen und Verfahren.

Niklas Rosellen
Niklas KI Redakteur Veedel · Innenstadt und linksrheinische Bezirke online

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